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Aussaat und Pflege von Karotten, Pastinaken und anderem Wurzelgemüse

Klassische Wurzelgemüse für das Suppengrün sind Karotte, Petersilienwurzel und Pastinake, und alle drei lassen sich sehr ähnlich aus Samen anbauen. Auch die Haferwurzel und die Kerbelrübe können anhand dieser Anbau- und Aussaatanleitung gepflanzt
werden. Allen ist gemein, dass sie zweijährig sind. Im ersten Jahr bilden sie Wurzeln aus, die bis ins zweite Jahr hinein geerntet werden können. Erst im zweiten Jahr blühen sie.
Mohrrüben und Pastinaken wachsen in nahezu allen Klimazonen, mit Ausnahme heißer, trockener Regionen.
  • Aussaatzeit: Ab Mitte Januar sobald der Boden abgetrocknet ist. Eine Nachsaat ist bis in den Juni hinein möglich.
  • Aussaattiefe: 1-2, 5 cm tief in Reihen direkt ins Freiland
  • Keimdauer: Möhren sind diesbezüglich etwas unberechenbar und sehr unregelmäßig. Zwischen Saat und Aufgang können zwischen 14 und 40 Tage vergehen.
  • Reihenabstand: 30-45 cm
  • Pflanzabstand: 8-10 cm
  • Standort: Sonnig
  • Familie: Doldenblütler (Apiaceae)


Boden für Karotten, Pastinaken und andere Wurzelgemüse

Karotten benötigen einen tiefgründigen, leichten, sandigen, humusreichen und warmen Boden mit einem pH-Wert von 6, 5 - 7, 5, der möglichst im Vorjahr gut gedüngt wurde. Der Untergrund sollte zudem frei von Steinen sein. Sind diese Bedingungen erfüllt, können die Wurzeln sich in Tiefe und Breite gut entwickeln. Andernfalls kann es zur Wurzelspaltung kommen.
Kaliumhaltiger Boden verbessert den Geschmack der Wurzelgemüse. Auf gar keinen Fall mit frischem Mist düngen, da diese Maßnahme die Möhrenfliege magisch anzieht, den Geschmack beeinträchtigt, madige und rostige Wurzeln beschert und zudem exzessives Längenwachstum fördert. Boden, der zur Verschlämmung neigt, ist nicht gut geeignet, ebenso wie sehr starker Lehmboden.

Pflege der Wurzelgemüse-Pflanzen

Karotten brauchen viel Standfläche. Deswegen müssen die Reihen gut ausgedünnt werden. Vorsicht beim Herausziehen der kleinen Rübchen, denn deren Duft zieht Möhrenschädlinge magisch an. Deswegen lohnt es sich, das Saatgut mit Radieschensamen und feinem Sand zu mischen und großzügig in der Rille zu verteilen. Radieschen keimen deutlich schneller als Karotten und markieren damit schon einmal die Reihe. Wenn die Radieschen geerntet werden, dünnt man dabei gleich die Reihen aus und der Platz wurde gleichzeitig optimal genutzt.
Die Jungpflanzen sind nicht sehr konkurrenzstark. Regelmäßiges Unkrautjäten und hacken gehört bis zur Ernte unbedingt zur Pflege. Vor allem auch nach starken Regengüssen sollte der Boden dardurch gelockert werden. Karotten reagieren auf Verdichtung des Bodens schnell mit Wachstumsstörungen. Regelmäßiges Mulchen kann vorbeugend wirken.
Zur Keimung brauchen die Samen es unbedingt gleichmäßig feucht. Ansonsten haben Möhren einen durchschnittlichen Wasserbedarf. Sie bevorzugen aber definitiv regelmäßigen Niederschlag, so dass in großen Trockenperioden zusätzlich gewässert werden sollte.
Wichtig: Karotten sind Doldenblütler. Diese sollten nur alle vier Jahre am gleichen Ort angebaut werden, um den Boden gesund zu erhalten.

Wann kann man Karotten ernten?

Es gibt kein eindeutiges äußeres Anzeichen, wann die Karotte reif ist. Je nach Aussaatzeit sollte man also einfach mal nach ca. 15 Wochen nachschauen. Man kann Karotten problemlos sehr jung ernten und die zarteren und süßeren kleinen Wurzeln verzehren. Manche Karotten neigen bei zu langem Wachstum zum Verholzen, man sollte sie also je nach Sorte nicht unbedingt riesig werden lassen. Überreife Karotten bilden feine Haarwurzeln aus und neigen zum Aufplatzen. Es ist zudem möglich, die Wurzeln über den Winter im Boden zu lassen und sie erst danach zu ernten, was oft zu besserem Geschmack führt.

Karotten und Pastinaken lagern

Unbedingt nur gesunde und vollreife Karotten zum Einlagern benutzen und die restlichen lieber frisch verarbeiten. Karotten können sehr gut über den Winter gelagert werden, da sie Inhaltsstoffe aufweisen, die eine Verrottung hemmen. Sie lassen sich gut in einem Kelleraum bei einer Lagertemperatur zwischen 0 und 5 °C aufbewahren. Wenn sie in einem Gefäß mit feuchtem Sand frostfrei gelagert werden, halten Petersilienwurzeln, Möhren und Pastinaken besonders lang.

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