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Rezept für Holunderblütensirup

Rezept für Holunderblütensirup

Der schwarze Holunder ist einer der häufigsten Straucharten in Mitteleuropa. Seine weißen Blüten und die schwarzen Beeren waren schon lange und sind immer noch als Heilmittel und zur Gewinnung von Saft bekannt.


Für unsere Vorfahren war der schwarze Holunder ein ausgesprochen heiliger Strauch, denn er galt als Lebensbaum und Sitz der Frau Holle. Ebenso war er die Wohnstätte der guten Hausgeister und es war eine Todsünde einen Holunderbusch auszugraben oder aus seinen Ästen Feuerholz zu machen. Da er der Sitz der Hausgeister war, hatte damals jeder Hof mindestens einen Holunderbusch. Früher zur Zeit unserer Großeltern war es Brauch seinen Hut zu ziehen, wenn man an einem Holunderbusch vorbeiging, so heilig war er ihnen.

Die schwarzen Beeren, die reich an Vitamin C und Anthocyanidinen sind, werden zu Saft oder Marmelade verkocht. Roh sollte man die Beeren nicht essen, da sie leicht giftig sind.

Holunder ist ein ausgespochen gutes pflanzliches Mittel und war früher aus keiner Hausapotheke wegzudenken. Er wird bei Erkältung, Nieren- und Blasenleiden oder Grippe angewendet. In den Winter zu gehen ohne Holundersaft getrunken oder eine Holundersuppe gegessen zu haben, war früher undenkbar.

Zum Räuchern wird Holunder gerne in Schutzräucherungen für Haus und Stall verwendet.




Rezept Holunderblütensirup

Das braucht man:

    - 1 Liter Wasser

    - 1 kg Zucker

    - ca. 25 Holunderblütendolden (je mehr, desto mehr Geschmack)

    - 1 Bio-Zitrone

    - 25g Zitronensäure



Der Holunder blüht je nach Region ab Ende Mai bis Ende Juni. Man pflückt die weißen Blüten an sonnigen Tagen. Wenn es geregnet hat, wartet man zuerst ein paar Tage, da die Blüten sonst weniger Geschmack haben. Zu beachten ist auch, dass man nicht alle Blüten eines Strauches pflückt, da er sonst keine Holunderbeeren mehr trägt. Außerdem hat es etwas mit Respekt gegenüber der Natur zu tun, dass man immer etwas für die Tiere übrig lässt.


Nachdem man die Blüten gesammelt hat, gibt man sie zuhause in einen Topf oder Eimer, übergießt sie mit Wasser und gibt die geschnittene Zitrone dazu. Diese Mischung lässt man nun mit einem Tuch bedeckt 2 Tage in der Wohnung ziehen. Wichtig ist es, die Blüten nicht vorher zu waschen, da man sonst den ganzen Geschmack mit weg wäscht.


Danach drückt man die Blüten und die Zitrone aus und filtert die Flüssigkeit durch ein Geschirrtuch.


Diese Roh-Flüssigkeit gibt man in einen großen Topf, gibt den Zucker und die Zitronensäure dazu und erhitzt das ganze dann. Niemals die Zitronensäure in die heiße Flüssigkeit einrühren, sonst läuft das ganze über und hinterlässt eine riesige Sauerei.


Kurz bevor es kocht, also wenn es am Boden beginnt zu blubbern, nimmt man den Topf vom Herd und fülllt die heiße Flüssigkeit in gereinigte und mit Heißwasser sterilisierte Gläser.


Nun den Deckel draufschrauben, abkühlen lassen und sich am Holunderblütensirup erfreuen.


Am besten genießt man in eisgekühlt. Dafür gibt man einen Schuss Sirup in ein Glas und gießt es mit Wasser auf.


Der Sirup hält sich ungeöffnet mindestens ein Jahr. Sobald er geöffnet ist, sollte er im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo er sich aber auch ewig hält. Der Trub, der sich am Boden bildet, ist völlig normal und kein Schimmel. Einfach schütteln und genießen.


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Und hier erfahrt ihr unseren Spezialtrick gegen Schnecken --> Kupferband gegen Schnecken


~ Tobi

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