Lexikon

Dünger

Dünger ist ein Sammelbegriff für Stoffe oder Stoffgemische, die im Gartenbau und in der Landwirtschaft eingesetzt werden, um Pflanzen gezielt mit Nährstoffen zu versorgen. Durch eine bedarfsgerechte Düngung lassen sich Wachstum, Pflanzengesundheit und Ertrag deutlich verbessern.

Viele Böden enthalten nicht alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge. Dünger gleichen diese Defizite aus und unterstützen Pflanzen insbesondere während intensiver Wachstums- und Blühphasen.

Zu den wichtigsten Nährstoffen im Dünger zählen die sogenannten Hauptnährstoffe:

  • ✔ Stickstoff (N) – fördert Blattwachstum und grüne Pflanzenteile
  • ✔ Phosphor (P) – unterstützt Wurzelbildung, Blüten und Fruchtansatz
  • ✔ Kalium (K) – stärkt Zellstruktur, Widerstandskraft und Wasserhaushalt

Je nach Herkunft und Wirkungsweise unterscheidet man grundsätzlich zwischen organischem Dünger und mineralischem Dünger. Organische Dünger stammen aus pflanzlichen oder tierischen Materialien und wirken meist langsamer, dafür nachhaltig und bodenverbessernd. Mineralische Dünger enthalten Nährstoffe in direkt verfügbarer Form und zeigen eine schnelle Wirkung, erfordern jedoch eine sorgfältige Dosierung.

Neben der Zusammensetzung unterscheiden sich Dünger auch in ihrer Darreichungsform:

  • Flüssigdünger wirken schnell und eignen sich besonders für Topf- und Balkonpflanzen oder zur gezielten Nährstoffgabe.
  • Festdünger wie Granulate oder Pellets werden in den Boden eingearbeitet und versorgen Pflanzen über einen längeren Zeitraum.
  • Langzeitdünger geben ihre Nährstoffe kontrolliert und über Wochen oder Monate hinweg ab.

Welche Düngerart geeignet ist, hängt von der Pflanzenart, dem Standort, dem Boden und der jeweiligen Wachstumsphase ab. Eine angepasste Düngung trägt entscheidend zu gesunden und widerstandsfähigen Pflanzen bei.