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Verkehrsinseln und Baumscheiben gehören wahrscheinlich nicht zu den Orten, an die Du zuerst denkst, wenn von einem Garten die Rede ist. Und doch steckt gerade in diesen kleinen Flächen zwischen Asphalt, Gehweg und parkenden Autos erstaunlich viel Potenzial. Wo heute nackte Erde oder kurz geschorener Rasen zu sehen ist, können robuste Pflanzen blühen, Insekten Nahrung bieten und ein kleines Stück Natur in die Stadt zurückbringen.
Hitze, Trockenheit, Starkregen, frühe Fröste: Unsere Gartenjahre werden schwerer planbar. Ich frage mich deshalb, wie mein Garten in Zukunft aussehen muss – und warum es manchmal völlig richtig ist, eine Saison früher zu beenden.
Wann wird aus einer vertrauten Gartenpflanze ein ökologisches Problem? Vier überraschende Beispiele zeigen, warum Ausbreitungsweise, Standort und Klima bei der Bewertung entscheidend sind.
Die Erdmandel ist eine Pflanze voller Gegensätze. Ihre kleinen, süßlich-nussigen Knöllchen werden seit langer Zeit als Lebensmittel geschätzt, in Spanien entsteht daraus die bekannte Horchata de Chufa – gleichzeitig kann sich Cyperus esculentus über eben diese Knöllchen hartnäckig ausbreiten. Genau deshalb ist Chufa für uns ein spannendes Beispiel für achtsames Gärtnern. Denn sie zeigt: Eine Pflanze ist nicht einfach „gut“ oder „schlecht“.