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Tauche ein in unsere Welt des Gärtnerns.
Unsere Expert*innen geben hier Einblick in ihre Erfahrungen
und teilen Wissen, Tipps & Inspirationen rund ums Gärtnern,
die Pflanzenanzucht und die Natur in all ihrer Schönheit.
Die sogenannte Drei-Schwestern-Methode gehört zu den bekanntesten traditionellen Mischkulturen überhaupt. Gemeint ist der gemeinsame Anbau von Mais, Bohnen und Kürbis auf derselben Fläche. Was auf den ersten Blick einfach klingt, ist in Wirklichkeit ein über lange Zeit entwickeltes Anbausystem, in dem sich die drei Pflanzen funktional ergänzen. Der Mais wächst in die Höhe und dient den Bohnen als Rankhilfe. Die Bohnen binden über ihre Wurzelsymbiose Stickstoff und tragen so zur Nährstoffversorgung im Beet bei. Der Kürbis breitet sich flach aus, beschattet den Boden und hilft, Feuchtigkeit im Beet zu halten. So entsteht ein kleines Pflanzensystem, das den Boden schützt, Platz gut nutzt und mehrere Ernten auf einmal ermöglicht.
Wer schon einmal an der Küste unterwegs war, kennt diese besonderen Pflanzen: niedrig wachsend, oft fleischig, manchmal silbrig schimmernd und scheinbar unbeeindruckt von Wind, Salz und kargem Boden. Viele Urlauber fragen sich, ob man solche Pflanzen nicht auch mit nach Hause nehmen und im eigenen Garten kultivieren kann. Genau hier beginnt das Thema der Halophyten - also der Salzpflanzen. Sie sind Spezialisten für extreme Standorte und faszinieren durch ihre ungewöhnlichen Anpassungen an Bedingungen, die für die meisten Gartenpflanzen problematisch sind.
Ethnobotanische Pflanzen sind nicht einfach „besondere Arten“. Sie sind Pflanzen, an denen sich ablesen lässt, wie Menschen mit der Natur gelebt haben: was sie gegessen, womit sie gewürzt, was sie gegen Beschwerden eingesetzt und welche Pflanzen sie in ihre Rituale, Feste und Alltagsroutinen eingebunden haben. Gerade deshalb sind sie für den Garten so interessant. Sie bringen nicht nur Farbe, Duft oder Ernte mit, sondern eine Gebrauchsgeschichte.
Zauberpflanzen erzählen von Schutz und Heilung, von Traum und Gefahr, von Mythos, Dosis und der alten Erfahrung, dass manche Pflanzen mehr mit uns machen als andere. Manche Pflanzen tragen seit Jahrhunderten einen besonderen Ruf. Sie wurden zu Festtagen gesammelt, an Türen gehängt, in Kräuterbüschel gebunden oder in Geschichten mit Schutz, Heilung und Segen verbunden. Andere galten als unheimlich, verführerisch oder gefährlich – als Pflanzen der Hexen, der Seherinnen, der Trance und des Grenzwissens.
Wer heute gärtnert, sucht oft mehr als nur Ertrag oder schöne Blüten. Viele Menschen sehnen sich nach einem lebendigeren, achtsameren Verhältnis zur Natur. Genau hier beginnt die Ethnobotanik: Sie schaut auf Pflanzen nicht nur als Nutzobjekte, sondern als Begleiter des Menschen – als Nahrung, Heilmittel, Duft, Schutz, Symbol und Erinnerung.
Traditionell werden Samen zunächst dicht an dicht in Schalen ausgesät und nach der Keimung in kleine Töpfchen oder Multitopfplatten umgepflanzt. Dieser Vorgang heißt "Pikieren".