News
Tauche ein in unsere Welt des Gärtnerns.
Unsere Expert*innen geben hier Einblick in ihre Erfahrungen
und teilen Wissen, Tipps & Inspirationen rund ums Gärtnern,
die Pflanzenanzucht und die Natur in all ihrer Schönheit.
Ethnobotanische Pflanzen sind nicht einfach „besondere Arten“. Sie sind Pflanzen, an denen sich ablesen lässt, wie Menschen mit der Natur gelebt haben: was sie gegessen, womit sie gewürzt, was sie gegen Beschwerden eingesetzt und welche Pflanzen sie in ihre Rituale, Feste und Alltagsroutinen eingebunden haben. Gerade deshalb sind sie für den Garten so interessant. Sie bringen nicht nur Farbe, Duft oder Ernte mit, sondern eine Gebrauchsgeschichte.
Zauberpflanzen erzählen von Schutz und Heilung, von Traum und Gefahr, von Mythos, Dosis und der alten Erfahrung, dass manche Pflanzen mehr mit uns machen als andere. Manche Pflanzen tragen seit Jahrhunderten einen besonderen Ruf. Sie wurden zu Festtagen gesammelt, an Türen gehängt, in Kräuterbüschel gebunden oder in Geschichten mit Schutz, Heilung und Segen verbunden. Andere galten als unheimlich, verführerisch oder gefährlich – als Pflanzen der Hexen, der Seherinnen, der Trance und des Grenzwissens.
Wer heute gärtnert, sucht oft mehr als nur Ertrag oder schöne Blüten. Viele Menschen sehnen sich nach einem lebendigeren, achtsameren Verhältnis zur Natur. Genau hier beginnt die Ethnobotanik: Sie schaut auf Pflanzen nicht nur als Nutzobjekte, sondern als Begleiter des Menschen – als Nahrung, Heilmittel, Duft, Schutz, Symbol und Erinnerung.
Traditionell werden Samen zunächst dicht an dicht in Schalen ausgesät und nach der Keimung in kleine Töpfchen oder Multitopfplatten umgepflanzt. Dieser Vorgang heißt "Pikieren".
Viele mehrjährige Stauden wachsen über die Jahre zu beeindruckenden Pflanzenhorsten heran. Doch irgendwann zeigt sich ein typisches Bild: In der Mitte wird die Pflanze kahl, die Blüte nimmt ab, und insgesamt wirkt sie weniger vital. Kein Grund zur Sorge – ganz im Gegenteil: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, die Staude zu teilen.
Im Frühling beginnt alles ganz leicht. Die Erde ist feucht, die Sonne noch sanft – und Deine Pflanzen wachsen fast wie von selbst. Doch spätestens im Sommer verändert sich alles: Die Hitze nimmt zu, die Töpfe trocknen schneller aus, und plötzlich wird das Gießen zur täglichen Aufgabe. Genau hier beginnt nachhaltiges Gärtnern. Denn mit den richtigen Methoden kannst Du nicht nur Wasser sparen, sondern auch Deine Pflanzen gesünder und unabhängiger machen. Nachhaltige Bewässerung bedeutet: weniger Aufwand, weniger Verbrauch – und mehr Verbindung zur Pflanze.