Die Kanarische Kapuzinerkresse klettert mit zitronengelben Blüten wie kleine Federsterne durch den Sommer
Die Kanarische Kapuzinerkresse (Tropaeolum peregrinum) ist eine außergewöhnliche Verwandte der bekannteren Großen Kapuzinerkresse. Ihre Blüten sind leuchtend gelb, fein gefranst und wirken fast federartig. Dadurch besitzt sie einen deutlich leichteren, exotischeren Ausdruck als viele andere Kapuzinerkressen. Mit ihren langen, zarten Ranken erklimmt sie Rankhilfen, Zäune, Spaliere und Pergolen und bringt schnell lebendige Höhe in Garten, Balkon oder Terrasse.
Ursprünglich stammt Tropaeolum peregrinum aus Südamerika. Wie andere Arten der Gattung Tropaeolum gelangte sie später als auffällige Zierpflanze in europäische Gärten, wo Kapuzinerkressen wegen ihrer farbenreichen Blüten, ihrer Wüchsigkeit und ihrer essbaren Pflanzenteile geschätzt wurden. Der botanische Artname peregrinum verweist sinngemäß auf das Fremde oder Auswärtige - ein passender Hinweis auf die Geschichte dieser besonderen Kletterpflanze aus der Neuen Welt.
Im Garten wird die Kanarische Kapuzinerkresse vor allem als reich blühende, einjährige Rankpflanze kultiviert. Im Vergleich zur Großen Kapuzinerkresse wächst sie feiner, leichter und deutlich kletterfreudiger. Sie eignet sich hervorragend, um kahle Rankgitter, Zäune, Balkonbrüstungen oder große Pflanzgefäße sommerlich zu begrünen. Ihre Blütezeit reicht bei guter Pflege über viele Wochen, und die leuchtenden gelben Blüten setzen besonders schöne Akzente zwischen grünem Laub.
Auch kulinarisch ist die Kanarische Kapuzinerkresse interessant. Blüten und junge Blätter sind essbar und besitzen ein pfeffrig-scharfes, leicht senfiges Aroma. Die Blüten eignen sich als essbare Dekoration für Salate, kalte Platten, Kräuterquark, Frischkäse und sommerliche Speisen. Die jungen Blätter können sparsam als würzige Ergänzung verwendet werden. So verbindet diese Pflanze Zierwert, essbare Blüten und vertikale Begrünung auf besonders charmante Weise.
Aussaat & Pflege der Kanarischen Kapuzinerkresse
Die Kanarische Kapuzinerkresse ist warmkeimend, frostempfindlich und sollte bei der Aussaat wie ein Dunkelkeimer behandelt werden. Für eine frühere Blüte empfiehlt sich eine Vorkultur ab Februar bis April im Haus. Die Samen können vor der Aussaat einige Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen, damit die harte Samenschale leichter Feuchtigkeit aufnimmt. Anschließend werden sie etwa 1,5 bis 2,5 cm tief in Anzuchterde gesät und bei gleichmäßiger Wärme von etwa 15 bis 20 °C feucht, aber nicht nass gehalten. Die Keimung erfolgt je nach Temperatur und Saatgut meist innerhalb von 5 bis 20 Tagen. Eine Direktsaat ins Freiland ist ab Mai möglich, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind.
Der Standort sollte sonnig bis halbschattig, warm und windgeschützt sein. In Kübeln und an heißen Tagen ist regelmäßiges Gießen wichtig. Der Boden sollte durchlässig, humos und nicht zu stark stickstoffbetont sein, da zu viel Stickstoff vor allem Blattmasse fördert und die Blütenbildung verringern kann. Eine Rankhilfe sollte frühzeitig angeboten werden, damit die zarten Triebe gut klettern können.
Weitere Namen
| Botanischer Name: |
Tropaeolum peregrinum |
| Englische Namen: |
Canary creeper, canary bird flower, canarybird vine, canary nasturtium |
| Spanische Namen: |
Capuchina de Canarias, capuchina amarilla, flor del canario, vid del canario |
| Italienische Namen: |
Nasturzio delle Canarie, nasturzio canarino, nasturzio rampicante, rampicante canarino |