Die Apfelgurke trägt kleine helle Früchte, die aussehen wie Äpfel und schmecken wie milde Sommergurken
Die Apfelgurke (Cucumis sativus), auch Kugelgurke genannt, ist eine besondere Gurkenform mit kleinen, apfelähnlichen Früchten. Sie werden etwa 6 cm groß, reifen cremeweiß bis hellgrün aus und erinnern durch ihre runde Form eher an kleine Äpfel als an klassische lange Salatgurken. Ihr Geschmack ist frisch, mild und leicht süßlich, die Schale bleibt angenehm zart und kann mitgegessen werden.
Als alte, samenfeste Gurkensorte ist die Apfelgurke besonders interessant für alle, die ungewöhnliche Gurken für den frischen Verzehr im Garten anbauen möchten. Die Früchte eignen sich hervorragend zum direkten Naschen, für Salate, kalte Platten und sommerliche Gemüsegerichte. Durch ihre kompakte, runde Form sind sie auch optisch sehr reizvoll und bringen Abwechslung zwischen klassische Gurkensorten.
Botanisch gehört die Apfelgurke wie andere Gurken zu Cucumis sativus und damit zu den Kürbisgewächsen. Gurken zählen zu den alten Kulturpflanzen und wurden über lange Zeit in vielen Formen weiterentwickelt - von langen Salatgurken über Einlegegurken bis hin zu kleinfrüchtigen Spezialitäten wie der Apfelgurke. Gerade solche Sorten zeigen, wie vielfältig Gurken sein können, wenn nicht nur auf Länge und Einheitlichkeit, sondern auch auf Geschmack, Form und gärtnerischen Charakter geachtet wird.
Die Pflanzen wachsen wärmeliebend und können je nach Kulturführung an einer Rankhilfe hochgeleitet oder kriechend am Boden gezogen werden. Eine Rankhilfe erleichtert die Ernte, verbessert die Durchlüftung und hält die Früchte sauberer. In geschützten Freilandlagen, im Gewächshaus oder in großen Kübeln entwickelt sich die Apfelgurke bei guter Wasserversorgung zuverlässig und bringt kleine, aromatische Gurken für den frischen Verzehr und die Sommerküche hervor.
Aussaat & Pflege der Apfelgurke
Gurken sind wärmeliebend und kälteempfindlich. Obwohl eine Direktsaat ins Freiland grundsätzlich möglich ist, empfiehlt sich bei der Apfelgurke eine Vorkultur im Haus ab April. Die Samen werden etwa 1 bis 2 cm tief in Anzuchterde gesät, am besten einzeln in kleine Töpfe, und bei gleichmäßiger Wärme von etwa 20 bis 25 °C feucht, aber nicht nass gehalten. Die Keimung erfolgt meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen.
Nach den letzten Frösten und nach sorgfältigem Abhärten können die Jungpflanzen ab Mitte Mai ins Freiland, ins Gewächshaus oder in große Kübel gepflanzt werden. Der Standort sollte sonnig, warm, windgeschützt und möglichst regenarm sein, der Boden locker, humos, nährstoffreich und gleichmäßig feucht. Regelmäßiges Gießen direkt an den Wurzelbereich wirkt sich positiv auf Wachstum und Fruchtqualität aus. Staunässe sollte vermieden werden. Die Pflanzen können an einer Rankhilfe hochwachsen oder kriechend am Boden kultiviert werden.
Weitere Namen
| Botanischer Name: |
Cucumis sativus, C. esculentus |
| Deutsche Namen: |
Apfelgurke, Kugelgurke, |
| Französische Namen: |
concombre pomme, concombre rond, |
| Englische Namen: |
apple cucumber, round cucumber, |
| Spanische Namen: |
pepino manzana, pepino redondo, |
| Italienische Namen: |
cetriolo mela, cetriolo rotondo, |
| Niederländische Namen: |
appelkomkommer, citroenkomkommer, ronde komkommer, |